Der kleine Roboter sagte mir: "Ich wär so gern ein Mensch. Ich möchte fühlen können. Möchte mein Herz auf den Ruf des Frühlings antworten hören. Möchte die Einsamkeit in meinem Herzen spüren, wenn du nicht bei mir bist. Möchte mich verbrennen, an den heißen Tränen, die über meine Wangen fließen. Möchte, dass ein Sturm aus Gefühlen in meinem Herzen tobt und das Gewitter, was ihn begleitet meine Seele erschüttert. Möchte, dass mir das Herz vor Glück schmerzt. Ich möchte ein Mensch sein!"
Oder war das alles andersherum und war ich es, die es sagte?
Sonntag, 27. März 2011
Sonntag, 27. Februar 2011
Von Bäumen und Menschen
"[…]contactos de ramas y hojas que se entrecruzan y acarician de árbol a árbol, mientras los troncos alzan desdeñosos sus paralelas inconciliables." (Julio Cortázar - Rayuela ed. 2008 Alfa; p.98)
Im Frühling begann für mich mehr als nur ein neuer Lebensabschnitt - es begann ein neues Leben. Bis weit in den Sommer hinein bin ich gewachsen, habe meinen Stamm verstärkt, neue Wurzeln ausgeschlagen, habe mit meinen Äste den Himmel erreichen wollen. Ich habe neue Zweige ausgetrieben und sie mit Blättern und Blüten geschmückt. Ein Sommer wie keiner zuvor.
Nun streifen schon die ersten gefallenen Blätter durch die Straßen. Der Sommer will noch längst kein Ende nehmen aber ich, ich bin erschöpft und müde. Ich wünsche mir den Herbst herbei, will meine Blätter abwerfen, loslassen, will mich ausruhen und mich von Kälte und Regen in einen tiefen Schlaf wiegen lassen.
Im Frühling begann für mich mehr als nur ein neuer Lebensabschnitt - es begann ein neues Leben. Bis weit in den Sommer hinein bin ich gewachsen, habe meinen Stamm verstärkt, neue Wurzeln ausgeschlagen, habe mit meinen Äste den Himmel erreichen wollen. Ich habe neue Zweige ausgetrieben und sie mit Blättern und Blüten geschmückt. Ein Sommer wie keiner zuvor.
Nun streifen schon die ersten gefallenen Blätter durch die Straßen. Der Sommer will noch längst kein Ende nehmen aber ich, ich bin erschöpft und müde. Ich wünsche mir den Herbst herbei, will meine Blätter abwerfen, loslassen, will mich ausruhen und mich von Kälte und Regen in einen tiefen Schlaf wiegen lassen.
Freitag, 25. Februar 2011
Emotionale Erschöpfung
Was ist das für ein Gefühl? Auf und ab in alle Richtungen. Zerren, reißen, drücken und pressen in mindestens drei Dimensionen. Vor Kurzem der Höhepunkt des Realitätsverlustes und des innerlichen Urknalls. Heute emotionale Erschöpfung. Nicht gut, nicht schlecht, nicht Lust, nicht Unlust, weder traurig noch fröhlich - einfach inexistent. Wie auf einer Wasseroberfläche dahingleiten. Regungslos, bewusstlos - ohne Bewusstsein des eigenen Selbst.
Eben noch Trugbild, beschlagene Fensterscheibe, zersplitterter Spiegel, bewegte Wasseroberfläche oder verwackeltes Foto. Heute: ein leeres Blatt, nein, kein Blatt.
Und morgen?
Sonntag, 13. Februar 2011
Das Notizbuch
Lange schon bin ich auf der suche nach einem Notizbuch mit weißen Seiten, keine Linien, keine Karos. Dann traf ich dich und auch dir gefiel die Vorstellung vom Schreiben und Zeichnen auf weißem Papier. Leider gibt es für uns zwei kein weißes Papier, nur Linien, nur Karos. Linien und Karos die jedes Schreiben, jedes Zeichnen in eine Struktur pressen, es limitieren oder sogar unmöglich machen. Ich suche weiter, mein Notizbuch mit weißen Seiten auf denen es keine Grenzen sondern nur unendliche Möglichkeiten gibt.
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